3. Januar 2013  |  Veröffentlicht von Lutz Wolfram  |  in: Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiet Frießnitzer See – Struthniederung – Birkhausener Teich (FFH-Gebiet Nr.146)

Geschichtliches:
Schon vor fast 200 Jahren begann die Erfassung der Vogelwelt am Frießnitzer See, Ornithologisch untersuchte schon Christian Ludwig Brehm von 1813-1864 den See, er hat hier im Jahr 1813 nachweislich Seggenrohrsänger und Zwergstrandläufer als Bestimmungs- und Präparationsobjekte geschossen, zu dieser Zeit eine gängige Praxis.
Später wurden die Beobachtungen in diesem Gebiet von
Prof. Karl Theodor Liebe (1850-1880),
Dr. R. Müller (1860-1880),
F. Heller (1870-1919),
E. Völkel (1870-1930),
K. Hirschfeld (um 1930),
J. Heyer (1966-1967) und
Hans Günter Baum (1975-1996) fortgesetzt.
Zu DDR Zeiten wurde der See dann zur Karpfenmast, bis 1990, und Entenmast, bis 1985, intensiv genutzten.
1979 wurde mittels eines schwimmenden Saugbaggers eine Teilentschlammung durchgeführt.

Die Unterschutzstellung, als Naturschutzgebiet (NSG), einer Fläche von 355 ha erfolgte 1995.
Im Jahr 2000, wurde das Gebiet als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) Nr. 146 an die EU gemeldet.
2007, erfolgte dann auch die Ausweisung, des Gebietes als Europäisches Vogelschutzgebiet (SPA) Nr. 40, zusammen mit dem Gebiet Auma-Aue/Wolcheteiche, mit einer Gesamtfläche von 843 ha.

In den Jahren 2009 und 2010 erwarb dann die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, von verschiedenen Besitzern, den Frießnitzer See, größere Flächen der naturschutzfachlich wertvollen Verlandungszone und angrenzender Grünlandbereiche, so wie den Birkhausener Teich (Süße Tränke). In dem Zeitraum vom 15.06.2012 bis 31.05.2014 wurden Revitalisierungsarbeiten an den im NABU Besitz befindlichen Flächen durchgeführt.

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Panorama vom Naturschutzgebiet Frießnitzer See

Das Naturschutzgebiet:
Das im nordwestlichen Bereich des Landkreises Greiz, in Ostthüringen, liegende Naturschutz- und FFH-Gebiet Nr.146, hat eine Größe von 355 Hektar. Es erstreckte sich über die Gemarkungen der Orte, Frießnitz, Großebersdorf, Struth, Birkhausen, Niederpöllnitz und Neundorf, in der Gemeinde Harth-Pöllnitz und Porstendorf, in der Gemeinde Triptis im Saale-Orla-Kreis.
Bei dem Gebiet “Frießnitzer See - Struth”, handelt es sich um das FFH-Gebiet Nr.146 und gleichzeitig ist es auch das Naturschutzgebiet 345.
Geographisch, liegt das Gebiet, am Südostrand der Saale-Sandsteinplatte, im Auslaugungsbereich des Zechsteins und am Nordrand des Schiefergebirges. Im Gegensatz zur ansonsten sehr waldreichen Saale-Sandsteinplatte stellen flachmuldige Senken wie die Struthniederung fast unbewaldete Offenlandschaften dar.
Die durch die NABU-Stiftung erworbene Fläche beträgt 22 Hektar, davon beträgt die Fläche des Frießnitzer Sees 8 Hektar. Durch die zahlreichen Gewässer, Verlandungsvegitationen, Moorbereiche und Grünlandflächen zeichnet sich das Schutzgebiet mit einer großen Vielfalt an Biotop-, Tier- und Pflanzenarten aus. Dadurch bietet es u.a. Lebensraum für Kammmolch, Schmale Windelschnecke, Wasserfledermaus, Fransenfledermaus, Bekassine, Moorfrosch, Hochmoor-Perlmuttfalter, Breitblättriges Knabenkraut, Weißes Schnabelried und Kriech-Weide. Der See ist umgeben von Röhrichten und Seggenrieden, Quellbereichen, Flachmooren, sowie Feucht- und Nasswiesen. Bei den Brutvögeln sind hier über 80 verschiedene Arten heimisch, vor allem Röhrichtbewohner, Wasservögel, Limikolen und Wiesenbrüter.
Der Frießnitzer See speist sich aus einem 40 Quadratkilometer großen Zuflussgebiet so wie dem Struthbach.

Der Birkhausener Teich, wird gespeist durch den Birkhausener Bach, welcher dann in den Struthbach übergeht, dieser speist den Frießnitzer See und wird dann zum Seebach, welcher oberhalb der Aumatalsperre in die Auma mündet.

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Frießnitzer See

Das ENL Projekt:
Im Jahr 2009 wurden größere Flächen der naturschutzfachlich wertvollen Verlandungszone und der angrenzenden Grünlandbereiche am Frießnitzer See, durch die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, von verschiedenen Besitzern gekauft. Im Oktober 2010 erfolgten dann der Kauf des Sees und kurz darauf auch der des Birkhausener Teiches. Die Revitalisierung des Frießnitzer Sees begann am 15.06.2012 und wird am 31.01.1014 abgeschlossen seien. Die Maßnahme wurde, bedingt durch die vielfältigen Arbeiten und nicht vorhersehbarer Probleme, bis 31.05.2014 verlängert. Die Kosten dieses Projekts belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Der größte Teil davon kann aus Fördermitteln (rund 1,7 Mio Euro ) der EU und das Landes Thüringen bestritten werden. Der Eigenanteil in Höhe von rund 30.000 Euro wird aus Spendengeldern aufgebracht. Arbeiten zur Revitalisierung des Sees sind dringend nötig, da die jahrzehntelange massive Schlammablagerung zu einer fast völligen Verdrängung des Wasserkörpers geführt hatte, die Schlammschicht ist teilweise bis zu 1,80m mächtigen. Infolge der im Schlamm (Altlast aus DDR- Zeiten) enthaltenen Nährstoffen wie auch der ausgeprägten Verflachung des Wasserkörpers drohte die Entwicklung einer Mikroorganismenflora, die sich bei günstiger Witterung explosionsartigen vermehren kann und hierbei alles Leben im See infolge des Sauerstoffmangels absterben lässt. Zahlreiche Untersuchungen verschiedenster Zielsetzungen belegten immer wieder die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Entschlämmung und der fachgerechten extensiven Beweidung des Umlandes als dem Herzstück des Projekts, um die drohende Entgleisung des Sees zu verhindern. Kooperationspartner der NABU-Stiftung, die das Projekt federführend beantragt hat, ist der hiesige NABU-Kreisverband Gera-Greiz e.V. als regionaler Betreuer und Ansprechpartner vor Ort. Seitens des Freistaates Thüringen ist die Obere Naturschutzbehörde in Thüringer Landesverwaltungsamt (Weimar) als Genehmigungsbehörde zugleich die Prüfaufsicht, die die korrekter Projektumsetzung zu kontrollieren hat. Genehmigungspflichtig begleitet werden die erforderlichen Arbeiten durch die untere Naturschutz- und Wasserbehörde im Landratsamt Greiz. Durch die geplante Räumung und Nachprofilierung des begradigten Struthbaches wird der gewässerökologische Zustand des Frießnitzer Sees dauerhafte verbessert. Mit der Abdichtung der Gewässerböschungen in Richtung des Frießnitzer Sees soll der derzeitig bestehende unkontrollierte Wasserzustrom unterbunden werden. Der Bau eines Wehres im „Beigraben“ soll für ein regulierbares Zu- und Ablassen des Frießnitzer Sees sorgen. In den angrenzenden Feuchtwiesen werden mehrere Kleingewässer als Laichplatz für Amphibien angelegten. Weitere Bestandteile des Projekts sind die Errichtung eines Beobachtungsturmes sowie der Ausbau eines „Brehm“ Rundwanderweges. Auf einer Fläche von rund 23 Hektar ist eine Beweidung mit Wasserbüffeln geplant.

Parallel zum Frießnitzer See wird der viel kleinere Birkhäuser Teich ebenfalls entschlammt. Um die konstante Wasserführung zu gewährleisten muss hier auch der stark verlandete Zulauf umfassend ertüchtigt werden.

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nachprofilirter Struthbach
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neuer Aussichtsturm Frießnitzer See

Das Projekt wird / wurde über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen, Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ gefördert.

Die Fördermittel werden von der Oberen Naturschutzbehörde im Thüringer Landesverwaltungsamt ausgereicht.

Hier investiert Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

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Die Arbeiten 2012.
Frießnitzer See:
• Instandsetzung des Struthbaches und des Beigrabens.
• Abriss der alten Entenmastbaracke und Anlegen eines Kleingewässers an gleicher Stelle.
• Errichten des Aussichtsturmes.
• Instandsetzen des Sedimentbeckens und Bau eines befahrbaren Dammes zwischen Sedimentbecken und See, durch die Wismut GmbH.
• Abriss des alten Weidezaunes und Errichten des neuen um das spätere Beweidungsgebiet.

Bei den Abrissarbeiten der alten Entenmastbaracke und des alten Weidezaunes wurden die Mitglieder des NABU Gera-Greiz e.V., durch Jugendliche des Vereins Wendepunkt e.V. Bad Köstritz tatkräftig unterstützt.

Birkhausener Teich:
Größe des Teiches etwa 0,5 Hektar.

Die geplanten Arbeiten sind,
• Teilentschlämmung des Teiches.
• Einbau eines Mönchs am hinteren Teich.
• Anlegen eines neuen Zuflusses für den Teich.

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Teilentschlämmung des Birkhausener Teiches
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Frießnitzer See

Für nähere Informationen zum Naturschutzgebiet und dem Großprojekt „Revitalisierung Frießnitzer See“, stehe ich gerne zur Verfügung.

Lutz Wolfram
Rohna 23
07570 Harth-Pöllnitz
Mail: Lutz_Rohna@t-online.de

Oder nehmen Sie mit uns über die Internetseite des NABU Gera-Greiz e.V. auf.

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Instandsetzen des Sedimentbeckens und Bau eines befahrbaren Dammes

Die Vorhaben 2013

  • Verkleidung des Aussichtsturmes

  • Ausbau eines „Brehm-Rundwanderweges“

  • Aufstellung von Infotafeln beim Aussichtsturm und entlang des „Brehm-Rundwanderweges“

  • Ausbau des alten Pumpenhauses zu einem Offenstall für das Beweidungsprojekt mit Wasserbüffeln, diese werden später das Feuchtgebiet auf einer Fläche von 23 Hektar beweiden

  • Umgestaltung der Wasserbehälter zu Winterquartieren für Fledermäuse

  • Instandsetzung des Mönchshäuschens

  • Errichtung eines rollstuhlgerechten Aussichtspunktes auf dem Deichdamm

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nachprofilirter Struthbach

09.06.2013
Bedingt durch das Hochwasser vom 31.05.2013 bis zum 03.06.2013 ist das Entschlämmen des Sees auf unbestimmte Zeit zum erliegen gekommen. Durch tagelangen Regen füllte sich der See am 31.05.2013 zum ersten wieder bis zum Rand mit Wasser. In der Zeit vom 01.06.2013 bis zur nächsten Flutwelle in der Nacht vom 02.06.2013 zum 03.06.2013 konnte ein erheblicher Teil dieses Wassers wieder aus dem See abgelassen werden, so das der See erneut eine große Menge an Wasser aufnehmen konnte, was zu einer Entlastung des Hochwassers in den Orten unterhalb des Sees beitrug.

12.06.2013
Am 11.06.2013 wurde mit dem Auspumpen der Baugrube begonnen und wenn alles wie geplant läuft, wird voraussichtlich Mitte der nächsten Woche die Entschlämmung des
See´s fortgesetzt.

03.07.2013
Die Arbeiten zur Entschlämmung des Sees wurden wieder weiter geführt.

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Hochwasser vom 31.05 - 03.06.2013

02.09.2013
Mitte August wurden bereits mehr als 50.000 Kubikmeter Schlamm aus dem See abgebaggert. Das Mönchsbauwerk ist ebenfalls schon in stand gesetzt worden und auch das Sedimentbecken mit den dazugehörigen Damm ist fertig gestellt.

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Entschlämmung des See´s

20.09.2013
Es wurden in zwischen über 85.000 Kubikmeter Schlamm aus dem See abgebaggert und auf Felder im Umland des Sees verbracht.

Ursprünglich war ein Schlammvolumen von 93.500 Kubikmetern Schlamm veranschlagt. Jedoch ist dieses gutachterlich ermittelte Volumen infolge nicht vorhersehbarer geo- und hydrotechnischer Umstände (so z.B. einer vor ca. 100 Jahren durchgeführten Teilentschlämmung) zu gering bemessen, weshalb seitens der Projektträger eine “Verlängerung”, sprich Aufstockung des Förderprojektes beantragt wurde, um das Gesamtprojekt nachhaltig und korrekt im Sinne einer vollständigen Entschlämmung, sprich Revitalisierung, umsetzten zu können.

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Seeschlamm auf einem Feld der Umgebung

11.10.2013
Über 91 500 Kubikmeter Schlamm sind seit dem Baustart am 27. März 2013 bereits aus dem See abtransportiert. Da im Laufe der Arbeiten eine höhere Schlammdicke zum Vorschien gekommen ist, als am Anfang angenommen, sollen nun fast 30 000 Kubikmeter mehr, als veranschlagt wurde, aus dem See entnommen werden, so das es am Ende der Arbeiten etwa 123.000 Kubikmeter Schlamm sind.

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Aussichtspunkt für Rollstuhlfahrer

Am 07.11.2013 veranstaltete der NABU Gera-Greiz e.V. einen Vortragsabend im Naturkunde Museum Gera. Zu Beginn des Abends hielt Projektleiter Herr Ch. Kummer, einen Vortrag über die Arbeiten zur „Revitalisierung des Frießnitzer See“. Im Anschluss referierte Herr K. Lieder über die inzwischen gut 200jährige Tradition ornithologischer Forschung am Frießnitzer See und stellte den Zuhörern die vielfältige Vogelwelt am See vor. Beendet wurde der Abend durch Herrn Michelsson, Präparator am Naturkunde Museum Gera, mit der Erläuterung des durch Ihn erstellten gut 2 Meter hohen Schlammprofils.
Das Schlammprofil wird im Museum für Naturkunde Gera aufbewahrt, ist aber nicht Bestandteil der Ausstellung des Museums. Bei besonderen Besucherinteressen, kann eine Besichtigung aber mit dem Museum organisiert werden.

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Schlammprofil vom Frießnitzer See

22.11.2013
Die unter noch sehr winterlichen Bedingungen am 26. März 2013 begonnene Entschlämmung des Frießnitzer Sees, konnte am 22.11.2013 erfolgreich beendet werden. Es wurden hierbei etwa 95000 Kubikmeter Schlamm, dies entspricht in etwa 8000 LKW-Ladungen, abtransportiert, und im Bereich des Aussichtsturmes eine Vogelinsel im See geschaffen, hiermit wurde ein weiterer Abschnitt der Maßnahme fertiggestellt. Beendet wurden auch die Arbeiten am Aussichtsturm, hier wurde im unteren Bereich des Turmes ein Aussichtspunkt für Rollstuhlfahrer geschaffen, dieser ist über die rollstuhlgerechte Zuwegung zu erreichen ist. Auch die Rekonstruktion des Mönchsbauwerks, die Schaffung von fünf Kleingewässern im Feuchtgebiet und der Umbau der zwei Wasserbehälter zu Fledermausquartieren, hier wurden 19 Winterschlafsteine eingebaut, konnten abgeschlossen werden.

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Umbau der Wasserbehälter zu Fledermauswinterquartieren.

# 2014 #

1 Quartal:
- Der BREHM-Lehrpfad ist fertig gestellt.
- Die neue Weidezaunanlage mit einer Stromgewinnung über eine Solaranlage ist in Betrieb gegangen.
- Am 28.03.2014 fand ein Informationsveranstaltung zum aktuellen Stand des ENL-Projektes “Revitalisierung Frießnitzer See”, in Großebersdorf statt.

2 Quartal:
- Am 12.04. & 26.04.2014 wurde zwei weitere Arbeitseinsatz durchgeführt.
- 12.06.2014, die Wasserbüffel sind im Feuchtgebiet am Frießnitzer See angekommen. Es handelt sich um 6 Kühe, davon 2 tragend.

Das Faltblatt Frießnitzer See - Das Naturerlebnis für Groß und Klein, ist fertig.
Hier gehts zum Download der:
Vorderseite
Rückseite

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Frießnitzer See mit Vogelinsel
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Schautafeln auf dem Aussichtsturm

11.07.2014 Am heutigen Nachmittag, wurde das Naturschutzgebietes Frießnitzer See/Struth feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Die Eröffnung fand in Anwesenheit wichtiger Vertreter von NABU, Landesverwaltungsamt Thüringen, Landkreis Greiz, Bürgermeistern der anliegenden Gemeinden und Orten, so wie vielen der aktiven Unterstützern und Helfern des Projektes statt. So waren unter anderem Herr Christian Unselt, Stiftungsvorsitzender der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, Frau Martina Schweinsburg, Landrätin des Landkreises Greiz und Herr Gottfried Vorsatz, Bürgermeister der Gemeinde Harth-Pöllnitz, welche in ihren Reden, auf die Notwendigkeit der zurückliegenden Arbeiten verwiesen, hierbei aber auch die in Zukunft noch zu bewältigenden Aufgaben nicht außer Acht ließen und auch Worte des Dankes an alle richteten, die bei der Verwirklichung der Aufgaben tatkräftig mit anpackten, anwesend. Im Anschluß gab Herr Christoph Kummer, Projektleitung für die “Revitalisierung des Frießnitzer Sees”, noch einen kurzen Abriss der hinter uns liegenden Arbeiten. Bei Thüringer Rostbratwurst und kühlen Getränken, konnten sich die Anwesenden stärken und auch einen Blick vom Aussichtsturm auf das Gebiet werfen, bevor ein starker Regenguss die Feierlichkeiten jäh beendete.

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Festzelt

Wasserbüffel

12.06.2014 Die ersten sechs Wasserbüffel, für die Beweidung des Feuchtgebietes, sind am See eingetroffen. Es handelt sich um sechs Kühe, wovon zwei tragend sind.

27 KW 2014 Das erste Kalb, ist am See zur Welt gekommen.

28 KW 2014 In dieser Woche wurde die Herde durch zwei weitere Kühe und ein Bulle vergrößert. Inzwischen besteht die Herde aus einem Bullen, acht Kühen und einem Kalb.

Betreut werden die Tiere durch die Ervema Agrar Gesellschaft Wöhlsdorf und Herrn Norbert Strache, welcher täglich nach den Tiere schaut.

18.08.2014
Am zurückliegenden Wochenende, erblickte ein zweites Jungtier bei den Wasserbüffeln, hier am See, das Licht der Welt.

10.12.2014
Die geplante Nisthilfe für Weißstörche, wurde im 4.Quartal 2014 durch den NABU Thüringen gestellt.
Der Umbau der alten Pumpstation konnte nun endlich, nach längerer Verzögerung, begonnen werden. Der Umbau wird nun, in Zusammenarbeit mit der ERVEMA agrar Gesellschaft Wöhlsdorf mbH, so schnell wie möglich umgesetzt.

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Wasserbüffel

2015

Kalenderwoche 4
Nun konnten auch noch die Nistkästen und Fledermaushilfen am Offenstall montiert werden.

Presseartikel:
Sträucher am Frießnitzer See gepflanzt

Arbeitseinsätze sind geplant für den
- 09.05.2015 ab 09.00 Uhr „Frühjahrsputz in NSG”
- 26.09.2015 ab 09.00 Uhr „Der Müll des Sommers, muss weg.”

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Offenstall mit Wasserbüffeln, Nistkästen und Fledermaushilfen

1 Kommentare


8. Februar 2013  |  von Lutz Wolfram

Am 26.02. um 18.30 findet in Frießnitz in der Gaststätte “Zur guten Quelle” eine Info-Veranstaltung zum Projekt statt. Nabu, BIT und Gemeinde Harth-Pöllnitz laden dazu ein.


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